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Peter Steinmüller, Coronakrise durchkreuzt die Karriereträume für China in:

VDI nachrichten, page 1 - 1

VDI nachrichten, Volume 74 (2020), Issue 30-31, ISSN: 0042-1758, ISSN online: 0042-1758, https://doi.org/10.51202/0042-1758-2020-30-31-1

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VDI Verlag, Düsseldorf
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24. Juli 2020 · Nr. 30/31 Einzelpreis 4,30 Euro 6867TECHNIK WIRTSCHAFT GESELLSCHAFT Recycling: In modernen Elektronikgeräten sind zwischen 53 und 60 verschiedene Elemente verbaut. Nur 19 davon lassen sich industriell recyceln, darunter Gold und Kupfer. Viele unedle, aber wertvolle Hightech-Metalle wie Indium, Gallium und Tantal enden mit dem Rest der beim Einschmelzen entstehenden Schlacke auf der Deponie. Nun gibt es eine neue Idee: Nach dem Vorbild der vulkanischen Magma sollen die begehrten Metalle durch Zugabe geeigneter Erzbildner zu Kunsterzen auskristallisieren. 18 Deponien entschlacken n ZITAT „Was wir jetzt durch die Vernetzung sehen, ist die erste Stufe auf dem Weg zu autonom agierenden Fertigungsumgebungen.“ Klaus Helmrich, Mitglied im Vorstand der Siemens AG und CEO des Bereichs Digital Industries 3 Coronakrise durchkreuzt die Karriereträume für China Management: Für Führungskräfte war eine Position in China ein wichtiger Schritt auf der Karriereleiter. Doch Corona macht die Zukunftspläne von Unternehmen wie Mitarbeitern zunichte. Die Volksrepublik hat nicht nur die Einreise erschwert, im Land selbst nehmen staatliche Überwachung und alltägliche Feindseligkeiten gegenüber Ausländern zu. Kontrolle an einem chinesischen Flughafen. Einreisen gestalten sich weiterhin schwierig. Foto: Zhang Lang/China News Service/Getty Images32 Zeit für andere Wege Von M. Ciupek, P. Kellerhoff und F. Kurmann P lötzlich war alles anders. Mit den Geschäftsschließungen durch den Corona- Lockdown wurde es in den Städten gähnend leer. Fußgänger und Radfahrer eroberten die frei gewordenen Flächen. Teile mehrspuriger Straßen wurden mancherorts zu Pop-up-Radwegen umfunktioniert. Ad hoc war es möglich, Mobilitätsveränderungen schneller umzusetzen als bisher denkbar. Das macht Hoffnung auf notwendige Veränderungen im Stadtverkehr. Nicht alle nachhaltigen Verkehrsmittel profitieren von der Krise. Die Nachfrage im öffentlichen Nahverkehr brach ein. Um das Infektionsrisiko zu senken, stiegen Menschen aufs Rad oder das Auto um – viele blieben ganz zu Hause. „Man stelle sich vor, wir hätten die Fahrgastzahlen im ÖPNV vom letzten Jahr – zusammen mit der aktuellen Radnutzung“, sinniert Martin Schmitz, Vorstandschef des Forums für Verkehr und Logistik. „Das wäre ein großer Schritt in Richtung Verkehrswende und die richtige Entwicklung für das Klima.“ Den Stadtverkehr klimafreundlicher zu gestalten, geht in Deutschland laut Christof Kerkhoff nur über eine Umverteilung des begrenzten Verkehrsraums. Der Geschäftsführer der VDI-Gesellschaft Fahrzeug- und Verkehrstechnik sieht Herausforderungen in den gewachsenen Stadtstrukturen. Auch wenn es in Europas Städten an Platz mangle, gelte es die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer und die Aufenthaltsqualität der Menschen zu gewährleisten. Das erfordere Kompromisse. Katja Diehl, im Vorstand des Verkehrsclubs Deutschland zuständig für die Mobilität von morgen, bringt es auf den Punkt: „Es geht jetzt nicht um Pro-Fahrrad, sondern um Pro-Mensch.“ Fokus Mobilität: Mit der Corona-Pandemie haben sich die Mobilitätsbedürfnisse in Städten schlagartig verändert. Das bietet Chancen für nachhaltige Verkehrskonzepte. Foto: imago images/Rupert Oberhäuser 20 Die nächste Ausgabe erscheint am 7.8.2020

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