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Martin Ciupek, Mobilität in Corona-Zeiten in:

VDI nachrichten, page 21 - 21

VDI nachrichten, Volume 74 (2020), Issue 30-31, ISSN: 0042-1758, ISSN online: 0042-1758, https://doi.org/10.51202/0042-1758-2020-30-31-21

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VDI Verlag, Düsseldorf
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24. Juli 2020 · Nr. 30/31 FOKUS: MOBIL IN DER STADT 21 Transport&Logistik Lieferwagen Lieferwagen und andere Lkw sind für die Ver- und Entsorgung in einer Stadt bisher unerlässlich. Üblicherweise nutzen sie die gleichen Straßen wie Pkw. In den Städten gibt es aber individuelle Regelungen, wann die Zufahrt für Lkw in bestimmte Bereiche erlaubt ist, das gilt insbesondere für die Belieferung von Geschäften in autofreien Zonen. Besonders kritisch im Stadtverkehr sind Begegnungen zwischen Lkw und Radfahrern. Abbiegeassistenten werden erst ab 2022 in der EU Pflicht. Aber auch Infrastrukturmaßnahmen, wie eine bauliche Abgrenzung von Rad- und Lkw-Verkehr, können die Sicherheit erhöhen. Individualverkehr Automobil Das Automobil gehört in Deutschland weiterhin zu den wichtigsten Verkehrsmitteln, auch wenn jüngere Menschen inzwischen seltener den Besitz eines eigenen Fahrzeugs anstreben. Seit der Corona-Pandemie nutzen Menschen wieder eher das Auto als öffentliche Verkehrsmittel. Es bietet einen Schutzraum und kann ohne Maske genutzt werden. Innerstädtisch gelten auf Stra- ßen für den motorisierten Verkehr üblicherweise Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h, seltener auch 30 km/h. Aus Umwelt- und Sicherheitsaspekten werden zunehmend 30er-Zonen diskutiert, wie sie ab 2021 in ganz Brüssel umgesetzt werden sollen. Individualverkehr Mikromobilität Zu den klassischen Fortbewegungsmitteln kommen zunehmend neue Konzepte hinzu. Beispiele dafür sind elektrisch angetriebene Tretroller (E-Scooter), aber auch Lastenfahrräder. Diese sind auf 20 km/h bzw. 25 km/h begrenzt. Sie dürfen in der Regel auch in Verkehrszonen fahren, die für Pkw und Lkw Tabu sind, und schaffen schnelle Verbindungen von Tür zu Tür oder beim Übergang zum ÖPNV. Logistikanbieter erproben zudem fahrerlose Transportsysteme zur Warenlieferung bis vor die Haustür. In Fabriken sind solche Systeme bereits im Einsatz. Verlierer ÖPNV: Kein anderes Verkehrsmittel hat in der Corona-Pandemie so stark an Zuspruch verloren wie der öffentliche Personennahverkehr, also Bus und Bahn. Verkehr am Scheideweg: Verändertes Nutzungsverhalten bringt Städte dazu, ihre bisherigen Verkehrsinfrastrukturen zu überdenken. Foto: imago images/Rupert Oberhäuser Mobilität in Corona-Zeiten

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