Entsorgungsnotstand für Bauschutt und Erdaushub in Deutschland
Auswirkungen und Deponiekapazitäten
Zusammenfassung
Das Bauwesen gehört zu den ressourcenintensivsten Wirtschaftszweigen und erzeugt mit 230,9 Mio. Tonnen rund 55 % der Gesamtabfallmenge der Bundesrepublik Deutschland. Im Kontext der Entsorgung dieser Abfallmenge reklamiert die Bauwirtschaft seit mehreren Jahren zunehmende Schwierigkeiten bei der Beseitigung von Bauschutt und Erdaushub.
Die fortschreitende Verknappung der Deponiekapazitäten für Bau- und Abbruchabfälle stellt die Entsorgungsinfrastruktur in Deutschland vor immer größere Herausforderungen.
Demgegenüber stehen jedoch die Aussagen und Forderungen der Gesetzgebung, die die Schaffung neuer, regionaler Entsorgungsstätten als Widerspruch zum Kreislaufwirtschaftsgesetz sehen. Gesetzlicherseits wird die Förderung eines kreislaufgerechten Umgangs mit Bauabfällen nach der fünfstufigen Abfallhierarchie gefordert.
Baustoffe respektive Bauabfälle werden gegenwärtig jedoch nur in geringem Umfang in Kreisläufen geführt. Dieser Sachverhalt sowie die nicht ausreichende Wiederverwendung respektive nicht ausreichende regionale Deponiekapazitäten führen zu steigenden Transportentfernungen, wachsenden Kosten und einer erheblichen Umweltbelastung.
Aufbauend auf bestehenden Forschungsanalysen erweitert der Autor den Blickwinkel und untersucht in Form einer Deponiebedarfsanalyse die Entsorgungssituation der fünf bauwirtschaftlich stärksten Bundesländer Deutschlands.
Schlagworte
Grundbau Erdbau Abfall Bauschutt Entsorgung Erdaushub Deponie Ressourcenschonung Ökologie Kommunen Abfallwirtschaft- 1–14 1 Einleitung 1–14
- 152–159 6 Literaturverzeichnis 152–159